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Bantleon: „Depotstabilisierung mit Infrastruktur-Aktien“

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Die Stabilität des Aktienmarkt-Rallys scheint fragil zu werden, wie Johannes Maier, Portfolio Manager für Globale Infrastruktur-Aktien bei Bantleon, in seinem aktuellen Marktbericht betont. Sollte die Wirtschaft der Eurozone und der USA in den kommenden Monaten weiter abkühlen, könnten Infrastruktur-Aktien dazu beitragen, das Portfolio zu stabilisieren.

Laut Maier sind Infrastruktur-Unternehmen besonders widerstandsfähig gegenüber Krisen, da sie oft Geschäftsmodelle mit nichtelastischer Nachfrage und vorhersehbaren Cashflows besitzen. Zudem bietet der Sektor Aufholpotenzial, da die Bewertungen von Infrastruktur-Aktien seit Jahresbeginn im Gegensatz zum breiteren Aktienmarkt attraktiver geworden sind.

Im aktuellen Umfeld sind vor allem Bereiche gefragt, die von Konjunkturunabhängigen Treibern profitieren. Hierzu zählen Unternehmen aus dem Bereich der Digitalen Infrastruktur wie Equinix und Crown Castle, da sie unabhängig von Konjunkturzyklen auf stabile Cashflows setzen können. Betreiber von Rechenzentren profitieren auch vom Boom der künstlichen Intelligenz, da sie für die leistungsstarke Datenverarbeitung auf Servern in Rechenzentren benötigt werden. Zudem bieten Betreiber von Strom- und Telekommunikationsnetzen sowie Funkmasten oft an die Inflation gebundene Vergütungen, die zeitverzögert wirken und zusätzliche Gewinne generieren können. Hier sieht Maier Chancen bei Inwit und Cellnex.

Auch die Wasserinfrastruktur sei in der aktuellen Situation attraktiv für Investoren, da die Nachfrage nach Wasser in allen Konjunkturphasen vorhanden sei. Zudem biete das Segment in den USA enormes Konsolidierungspotenzial, da der Markt noch stark zersplittert sei. Das skalierbare Geschäftsmodell regulierter Versorgungsunternehmen wie American Water könne zu erheblichen Effizienzgewinnen führen. Zudem zeichne sich ab, dass die Zinsanstiege nachlassen, was solchen zinssensitiven Unternehmen zusätzlichen Rückenwind verleihen könne.

Ein weiterer Faktor, der für die positive Entwicklung von Infrastruktur-Aktien in den nächsten Monaten spricht, ist die Tatsache, dass ihre Bewertungen seit Jahresbeginn im Gegensatz zum breiten Aktienmarkt attraktiver geworden sind. Während der Kursanstieg des breiteren Aktienmarktes im MSCI World hauptsächlich auf gestiegenen Bewertungen beruht, zeigt sich bei globalen Infrastruktur-Aktien ein leichter Rückgang der Bewertungen. Die operativen Ergebnisse von Infrastruktur-Unternehmen sind jedoch im gleichen Zeitraum um acht Prozent deutlich stärker gewachsen als die Ergebnisse von Unternehmen im MSCI World (0,8 Prozent). Damit besitzen ihre Aktien noch beträchtliches Aufholpotenzial, schließt der Experte ab.

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